Craniosacral Therapie – Der Stille zuhören.

Craniosacral-Therapie

Craniosacrale Therapie ist eine sanfte, subtile manuelle Therapieform, die sich als eigenständiger Zweig aus der Osteopathie entwickelt hat. Der Begriff setzt sich zusammen aus Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein).

Unser Organismus ist ein Orchester, das sich ständig ausbalanciert und in Harmonie bringt. Die Craniosacral-Therapie basiert auf der Annahme, dass die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (der „Liquor“), sowie das gesamte Flüssigkeitssystem des menschlichen Körpers in einem eigenen Rhythmus schwingen, ständig miteinander kommunizieren und aufeinander reagieren – wie die Musiker eines Orchesters. Dr. William Garner Sutherland entdeckte die freie Beweglichkeit der einzelnen Schädelknochen, die u.a. die Voraussetzung für diesen feinen Rhythmus bildet. Er untersuchte jahrzehntelang deren Auswirkungen und verschiedenen Rhythmen.

Das System wurde von Kollegen wie Dr. John Upledger weiter entwickelt; und seither haben viele Therapeuten unterschiedliche Facetten der Craniosacralen Therapie ausgelotet, nicht zuletzt Dr. James Jealous, dem wir das biodynamische Konzept verdanken.

Lauschen mit den Händen.

Manchmal gerät das Orchester aus dem Takt. Auf den menschlichen Körper übertragen: Der Mensch fühlt sich unwohl. Ich als Cranio-Therapeutin nehme dies als Veränderung im Fluss oder feinen Missklang wahr. In einer solchen Situation lauschen meine Hände dem Körper und kommunizieren mit ihm.

Ich zwinge Ihrem Körper nichts auf, sondern begleite ihn dabei, die Kräftebalance der Gewebe zu entdecken. So kann der Körper zu seinem freien Fluss zurückfinden bzw. seine eigene Melodie spielen.

Dr. Sutherland räumte bei seinen Forschungen als Inspirationsquelle dem, was er „der Stille zuhören“ nannte, einen hohen Stellenwert ein. Für mich ist Craniosacral-Therapie genau das: der Stille und dem Rhythmus empathisch zuhören.

Manche Patienten melden mir zurück, sie fühlten sich tief entspannt und könnten loslassen. Dieser Effekt ist wünschenswert vor allem für Menschen mit Burnout-Syndrom, Rücken- oder Nackenschmerzen, Kopfschmerzen oder Migräne, Schwindel und Muskelverspannungen.

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